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Der gesunde Schlaf als Pflegebasis

Therapie-Matratzen mit MiS-Microstimulation verbessern das Schlafverhalten in der Pflege

Eine der wichtigsten menschlichen Kraftquellen ist der gesunde Schlaf. Ist diese nächtliche Erholungs- und Aufbauphase gestört, gelingt die Regeneration nur bedingt. Dabei leiden rund 40% der über 65-Jährigen Deutschen unter Schlafstörungen, das sind über 8 Mio Menschen allein in Deutschland. Bei alters- und krankheitsbedingten Schlafproblemen ist der Anteil noch größer. Die wohl größte Gruppe bilden dabei die Demenzkranken: Das Institut IGAP geht davon aus, dass 70% der Demenzkranken unter erheblichen Schlafstörungen leiden.



Der Schlaf
Die durchschnittliche Schlafzeit, die ein Körper haben sollte, beträgt in etwa 7 Stunden. Sie ist ein Wechsel von Aktivität und Ruhe. Unser Körper repariert sich selbständig und ersetzt verbrauchte Energie. Verbrauchte Zellen werden ausgetauscht und wir speichern Erfahrungen ab, damit wir z.B. einen Fehler nicht zweimal machen. Der Körper schottet sich nach außen hin komplett ab und beschäftigt sich mit den Reparaturarbeiten. Er kann nun keine Leistung nach außen bringen. Weiterhin stärkt sich das Immunsystem, Nahrung wird verdaut. Tagsüber Erlerntes festigt sich, dabei verbraucht der Körper  im Schlaf beinahe so viele Kalorien wie tagsüber


Zu wenig Schlaf führt zu grundsätzlichen Nachteilen:
- Er schwächt die Abwehrkräfte, macht krank
- er hat negative Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten.
- ein dauerhaft schlechter Schlaf kann die Lebensdauer verkürzen.



Verschiedene Phasen des Schlafes
Unsere innere Uhr sagt uns wann es Zeit ist zu schlafen. Der Schlaf besteht aus unterschiedlichen Phasen und wechselt zwischen Ruhe und Aktivität. Er gleich einer Berg- und Talfahrt und ist kein gleichmäßiger Ruhezustand.
Leichter Schlaf, leichter Tiefschlaf, Tiefschlaf und der REM Schlaf, also die Zeit des Träumens. Eine Nacht hat 2 bis 3 Tiefschlafphasen in der ersten Nachthälfte. Unterbrochen werden diese durch 4 bis 5 Traumschlafphasen, die alle 90 Minuten wiederkehren und im Lauf der Nacht immer länger werden. Gegen Morgen liegt zwischen den Traumphasen nur noch leichter Schlaf aus dem wir leicht erwachen können. Das Aufwachen während der Nacht ist völlig normal. Häufig können wir uns daran nicht mehr erinnern. Ein durchschnittlicher Schläfer wacht nachts ca. 28mal auf, ohne sich daran erinnern zu können.



Mobilität im Schlaf (vgl.Zulley, 2005,  S.52ff)
Um Schlafen zu können müssen wir total entspannt sein. Sind wir eingeschlafen bewegen wir uns kaum noch. Manchmal drehen wie uns nachts um den Auflagedruck zu verändern oder strecken einen Arm oder ein Bein aus der Bettdecke heraus um die Temperatur auszugleichen. Dies tun wir meist vor oder nach einem Traumschlaf.  Im Traumschlaf selbst  sind wir völlig bewegungslos geradezu gelähmt. Auch im Tiefschlaf bewegen wir uns fast überhaupt nicht mehr. Unsere Muskelspannung nimmt ab und der Körper gleicht Druck nur noch über Mikrobewegungen aus.

Schlafphasen Schlafphasen:

Während der Nacht ändern wir unsere Schlafposition
zwischen 40 - 60 mal.



Verändert sich der Schlaf im Alter?

Im Alter verändert sich der Schlaf-Wach-Rhythmus. Er verschiebt sich nach
vorne. Die Folge ist, der ältere Mensch wird früher wach und ist abends zeitiger müde. Die nächtliche Schlafdauer des älteren Menschen wird kürzer. Die Tiefschlafphasen nehmen ab und leiseste Geräusche können den Schlaf unterbrechen oder das Wiedereinschlafen verhindern. Durch das Einlegen eines Mittagsschlafes kommt der ältere Mensch trotzdem oft auf eine ebenso lange Gesamtschlafdauer wie ein jüngerer.






Literatur:
1.Kevin Morgan, Josè S.Closs: „Schlaf, Schlafstörungen, Schlafförderung“, Huber Verlag 1.Auflage 2000
2.Hartmut Schultz, Hrsg: „Altern und Schlaf“, Huber Verlag, 1.Auflage 1997
3.Prof.Dr.Jürgen Zulley: „Mein Buch vom guten Schlaf“, Zabert Sandmann Verlag, 1.Auflage 2005
4.Siegfried Huhn: „Gute Nacht“ in Heilberufe Spezial, Demenz 2009

Marion Saller, Dipl. Pflegewirtin, Thomashilfen, 22.12.2011